oh! Neapel - Irene Helmes

Autor: Martin Martschnig am 20.05.2026

oh! Neapel – Irene Helmes
REISE IN DIE STADT DES SICH-ARRANGIERENS

Genau dorthin verschlägt es Irene Helmes immer wieder. „Neapel ist und bleibt für sie die Stadt der Städte, zum Immerwiedersehen, Weltverstehen, Wachbleiben.“ Wenn das kein Statement ist?

Und trotzdem – oder gerade deswegen – gibt es keine einfache Beziehung mit dieser Dame (gemeint ist die Stadt, nicht Signora Helmes!). Vor drei Jahren war auch ich zum wiederholten Male zu Besuch, wobei dieses Mal alles anders war. Dies lag vor allem daran, dass ich die Ehre hatte, mit Dario Santangelo – einem in Wien lebenden und kochkurspraktizierenden Gastrosophen mit neapolitanischen Wurzeln – und seiner Frau unterwegs zu sein.



Bei seiner Familie wohnend, tratschend, alltagsphilosophierend und selbstverständlich essend wie Caffè trinkend, ergaben sich schon erste Einblicke in die Seele der Stadt. Bewegt man sich mit einem Einheimischen durch die oftmals (nicht nur ob der Interpretation von Verkehrsregeln) verwirrenden Straßenzüge, Bezirke - oder vielmehr Lebenswelten - so erschließen sich ganz neue Blickwinkel.

Bei der Lektüre dieses Insider-Guides wird schnell klar, dass die Autorin genau diese Herangehensweise wählte, den Leser und vielleicht schon bald Reisenden zum Neugierigsein verführt. 31 dreiseitige Themenhappen mit Infoboxen ergeben eine Mahlzeit, die wohl der einen oder anderen Rückkehr in die Stadt mit Meeres- und Vulkanblick Vorschub leisten werden.



Damit ist es nicht getan, küstennahe Ausflugstipps für yachtlose Menschen sind ebenso mit dabei, wie QR-Codes für den Soundtrack zur Lektüre und kleine Essays zu typisch neapolitanischen Eigenheiten / Traditionen wie Pizza, verführerische Dolci, dem unwiderstehlichen Drang zur nächsten Tasse Cafè und die Vielfalt der Bevölkerung, die seit Jahrhunderten ein prägender Faktor ist.

Es liegt Irene Helmes aber fern, die dunklen Seiten der Stadt unter einen tourismustauglichen Teppich zu kehren, viel kommt zu Sprache, viel wird erklärt, wenig verklärt. Bestes Beispiel dafür die Schnellbahnstrecke nach Sorrento, die Cirumvesuviana – auf der keiner dieser Eindrücke verborgen bleibt.



Dann wäre da noch der Kult um Diego Maradona, das Wesen Pulcinella, der Zauber der Parthenope, Pino Danieles Hymne „Napule è …





Irene Helmes
oh! Neapel
Folio Verlag Wien – Bozen
Erschienen im März 2026

Weblink zum Blättern auf der Verlagsseite

Kaufbar bei:
Im gut sortierten Buchhandel


Weblink zu den Kochkursen von Dario Santangelo




Fotoquelle/-rechte
Martin Martschnig / italissimo

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Viel Spaß beim Lesen!

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Roland Graf im Blog auf italissimo- Bustine del bacco

Bustine di bacco

„Bustine di Minerva" hieß Umberto Ecos langjährige Kolumne und frech strich Roland Graf die Göttin des Herdes und ersetzte sie für die neue „italissimo"-Kolumne durch den Gott des Rausches. 

Der Autor (im Bild von Ch. Barz vor den besagten Bustine abgelichtet) sagt damit gleich auch etwas über sich: Er ist studierter Philosoph und Philologe (daher die Eco-Hommage!), vor allem aber Reisender in Sachen Getränken. 

Stand zu Beginn vor allem die Berichterstattung über Winzer im Mittelpunkt, erweiterte sich der Schwerpunkt seiner Artikel - in „Mixology", „Cigar Journal", der ÖGZ sowie dem FALSTAFF - auf die Themen Bier, Spirituosen und Bars. 

Nachzulesen, neben dem Italien-Blog Ihres Vertrauens, ist das auch alle zwei Tage aktualisiert unter www.trinkprotokoll.at.

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Christoph Cecerle macht vor keinem fahrbaren Untersatz halt und hält sich dabei ausnahmslos an italienische Fabrikate. Ob im Rennsportsitz eines Abarth, auf dem Sattel einer Moto Guzzi oder Vespa oder verdecklos im Cinquecento, der Mann testet alles, war zwei bis vier Räder hat.

Seine Testberichte sind derart genussvoll, daß ich nicht anders konnte, als ihn auf italissimo.at einzuladen. Wer mehr von ihm lesen will, dem sei sein Blog mipiace.at ans Herz gelegt, wo es auch schon einmal um Mode und Genuss im engeren Sinne gehen kann.