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Giovanni Rinder und Brigitte Trieb "Im Dialog der Dimensionen"

Autor: Pressemeldung Yield Public Relations OG am 06.02.2018

Galerie Straihammer und Seidenschwann zeigt ab 27.2.2018:
GIOVANNI RINDLER UND BRIGITTE TRIEB "IM DIALOG DER DIMENSIONEN"

Der aus dem Ladinischen stammende Bildhauer Giovanni Rindler feiert 2018 seinen 60. Geburtstag. Anlass genug für zweifache Präsenz seiner unverwechselbaren Arbeiten in Wien und Niederösterreich.

Die Ausstellung „Im Dialog der Dimensionen" in der Galerie Straihammer und Seidenschwann zeigt ab 27. Februar mit den neuesten Skulpturen von Giovanni Rindler und den Gemälden von Brigitte Trieb zwei nur auf den ersten Blick sehr unterschiedliche künstlerische Ausdrucksweisen: Fläche versus Raum.

Das Reizvolle der Schau, die in jedem Raum der Galerie die Werke von Künstlerin und Künstler „in Dialog" treten lässt, liegt in der Entdeckung der Gemeinsamkeiten. Dass Trieb und Rindler als Künstlerpaar seit 1982 in Wien leben, hat biografischen Charakter. Beide aber sind von Berufs wegen Bildhauer. Beide haben sich am Beginn ihrer Ausbildung mit dem Werkstoff Holz beschäftigt. Beide haben in Wien bei Joannis Avramidis Bildhauerei studiert. Während allerdings Rindler im Laufe seines Schaffens die Perfektionierung der dreidimensionalen menschlichen Ansicht wesentliches Anliegen war und ist, hat sich Brigitte Trieb, nach einer intensiven Beschäftigung mit dem Holzschnitt, letztendlich der Malerei gewidmet.



Trieb ist die perfekte Ansicht ebenfalls wichtig: Ihr Hauptmotiv sind Frauen, oft reisende Frauen. Jedem ihrer flächig anmutenden Gemälde liegt dabei eine detailgetreue Skizze zugrunde, die den dahinterliegenden Raum genau vermisst und definiert. Dieser verschwin- det in der Malerei im vordergründig Zweidimensionalen, das Dahinterliegende bleibt trotzdem präsent – dort finden sich die Details der nonverbal erzählten Geschichten: Autos, Landschaften, diverse symbolische Gegenstände als Anspielung auf die Kunstgeschichte, ab und an eine Katze. Geöffnete Türen verweisen auf weitere, nicht näher definierte Räume, Fenster erlauben den Blick in die freie Natur. Je länger man sich aber auf ein Bild einlässt, desto mehr schleicht sich in die vordergründig idyllische Stimmung eine ungewisse Spannung ein. Die Frauen tragen alle das gleiche, makellose, ovale Gesicht, die Augen blicken jedoch ins Leere.

„Im Dialog der Dimensionen" ist die zweite Ausstellung von Giovanni Rindler und Brigitte Trieb in der Galerie Straihammer und Seidenschwann. Sie präsentiert aktuelle Arbeiten von Rindler, die in den letzten beiden Jahren entstanden sind, sowie neue Aktzeichnungen, die für den Künstler unverzichtbarer Teil seiner Arbeit sind. Ein Video gibt Einblick in das Atelier.

Brigitte Trieb zeigt, ergänzend zu ihren neuen Ölbildern, auch Zeichnungen.



Ausstellung „FIGUR!" in Langenzersdorf
Die Ausstellung von Giovanni Rindler im Langenzersdorf Museum gibt einen Überblick über das gesamte Schaffen des Bildhauers und bildet so eine spannende Ergänzung zur Präsen- tation in der Galerie.

Angefangen bei seinen frühen Arbeiten, entstanden ab 1981 bis zu Werken aus dem Jahr 2017 spannt sich der Bogen der ausgestellten Arbeiten und lässt die künstlerische Entwicklung dieses Künstlers erkennen, über den Josef Pillhofer treffend meinte: „Er ist ein Bildhauer, der es noch versteht, mit Hammer und Meißel eine Figur zu machen..."

Rindlers Liebe zur Symmetrie, seine Suche nach Balance und – in Erweiterung der Frontal- ansicht des menschlichen Vorbilds – sein gekonnt zelebriertes Spiel mit dem Wesen von unterschiedlichen Ansichtsseiten gilt es zu entdecken. Das Zusammenspiel geometrischer Formen, die er gekonnt zusammensetzt, lassen die dargestellten Figuren trotz ihre Volu- mens leichtfüßig, fast schwebend erscheinen, was nicht zuletzt bei den im Garten des Museums aufgestellten Skulpturen zu entdecken ist.

Das Langenzersdorf Museum beherbergt Werke der beiden bedeutenden Bildhauer Anton Hanak und Siegfried Charoux sowie einiger ihrer Schüler (wie Fritz Wotruba), Zeitgenossen oder Nachfolger (wie Alfred Czerny). Giovanni Rindlers „FIGUR!" zeigt gerade in diesen Räumen sehr anschaulich die Entwicklung der österreichischen Bildhauerei von Hanak über seinen Schüler Wotruba, dessen Schüler Avramidis bis eben hin zu Givoanni Rindler. Die Ausstellung betont aber gleichzeitig die Befreiung der Schüler von ihren Lehrern und den Weg zur eigenständigen Ausdrucksform.



Giovanni Rindler – auf der Suche nach der idealen Ansicht
Der 1958 im Südtiroler Bruneck geborene und bei Josef Pillhofer in Graz ausgebildete Bildhauer Giovanni Rindler erhielt sein erstes Rüstzeug als Künstler während seiner Holzbildhauerlehre in Gröden. Die handwerkliche Perfektion ist bis heute Qualitätsmerkmal seiner harmonischen, die Rundungen betonenden Arbeiten. Die nächste Station führte ihn an die Kunstgewerbeschule in Graz zu Josef Pillhofer. In Pillhofers Meisterklasse lernte er, dem rein Statuarischen eine Schwerelosigkeit gegenüberzustellen, die bis heute das formal Eigenständige im Werk Rindlers kennzeichnet. In Graz begegnete er auch der angehenden Bildhauerin Brigitte Trieb aus Weiz.

Im Anschluss daran war das klassische Studium der Natur, das Aktzeichnen, während seines Studiums an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Joannis Avramidis prägend. Noch heute bilden Aktzeichnungen einen nicht wegzudenkenden Teil der Arbeit des Künstlers.

Die Steine und Bronzen von Giovanni Rindler zeigen die Suche nach Balance, die Figuren drehen sich um Horizontale und Vertikale. Sie bieten verschiedenste, immer neu zu entdeckende Ansichtsseiten. Rindler schafft Werke, an denen das „Naturleben" und der Geist gleichermaßen beteiligt sind. Auf den ersten Blick stellen sich seine Arbeiten naturalistisch dar. Erst bei genauerer Auseinandersetzung offenbart sich das perfekte Zusammenspiel von geometrischen Formen, die die Dargestellten, trotz ihres Volumens, leichtfüßig erscheinen lassen.

Zitat seines Lehrers Josef Pillhofer: „In seiner schöpferischen Freiheit ist Giovanni Rindler ein Künstler, dessen Credo ein sehr persönliches, unverwechselbares Ergebnis zeigt."



Brigitte Trieb – Chronistin des Alltags
Mit kräftigen, überraschenden Farbkombinationen besticht die Malerei dieser Bildhauerin, deren Ausgangspunkt der Holzschnitt war. Das erkennt man in der klaren Formgebung ihrer Malerei, deren immer wiederkehrendes Motiv der kräftigen Ölbilder von Brigitte Trieb die Frau ist, die entweder auf Reisen oder in Innenräumen dargestellt wird.

Diese Frauen entspringen der Erinnerung von Brigitte Trieb, der Erinnerung an Situationen, Plätze, Begegnungen, Landschaften. Die Stücke dieser Erinnerungen werden zu neuen Situationen zusammengestellt, nur wenige Bilder erzählen tatsächliche Begebenheiten.

Sie malt das, was sie interessiert.

Auf den ersten Blick erscheint dem Betrachter eine ruhige, friedliche Atmosphäre. Je länger man sich aber auf ein Bild einlässt, desto mehr schleicht sich in die idyllische Stimmung eine Spannung und Ungewissheit ein, die Augen der Dargestellten blicken ins Leere, sie scheinen von einer geheimnisvollen Einsamkeit umgeben zu sein. Ihre Haltung, vor allem die der Hände, wirkt gekünstelt.

Die besondere Stimmung in Brigitte Triebs Bildern, die Emotionen, die sie hervorrufen, ist dem Einsatz der kräftigen Farben zuzuschreiben, auch wenn sich in den neueren Arbeiten ein leichter Schleier über die sonst starke Abgrenzung der Figuren und Gegenstände legt. So entsteht eine traumhafte Aura, die in parallele Wirklichkeiten führt: voller Symbolik und selbstironisch durchsetzter Melancholie.

Neben den Frauen sind Gegenstände, Tiere oder Pflanzen abgebildet, die in der Kunstgeschichte mit verschiedenen Bedeutungen aufgeladen sind, die Künstlerin überlässt es dem Betrachter, dieser Symbolik nachzugehen. Brigitte Trieb gibt keine Antwort. In ihren Arbeiten blitzt jedoch eine leise Ironie auf, eine besondere Form des Humors, der uns zeigt, dass sie nicht alles ernst nimmt und sich und uns zu Komplizinnen der Frauen macht.


Galerie Straihammer und Seidenschwann:
„Im Dialog der Dimensionen" – Giovanni Rindler und Brigitte Trieb 
Vernissage: 27. Februar 2018, 19.00 bis 21.00 Uhr
Giovanni Rindler und Brigitte Trieb werden anwesend sein. 
Ausstellungsdauer: 28. Februar bis 7. April 2018
Di – Fr von 12.00 bis 18.00, Sa von 11.00 bis 15.00 Uhr 
Grünangergasse 8/3, 1010 Wien, www.galerie-sunds.at

Langenzersdorf Museum: „FIGUR !"
Vernissage: 7. März 2018, 19.00 bis 21.00 Uhr
Giovanni Rindler wird anwesend sein.
Ausstellungsdauer: 10. März bis 2. April 2018,
Sa/So/Feiertag von 14.00 bis 18.00 Uhr
Obere Kirchengasse 23, A-2103 Langenzersdorf, www.lemu.at/



Bilder (in gezeigter Reihenfolge):
Giovanni Rindler - Augusta (2016)
Brigitte Trieb - Zeit der Ernte (2016)
Giovanni Rindler - Schwebende (2014)
Giovanni Rindler - Brücke (2016)
Brigitte Trieb - Regen im Frühling (2016)

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Christoph Cecerle macht vor keinem fahrbaren Untersatz halt und hält sich dabei ausnahmslos an italienische Fabrikate. Ob im Rennsportsitz eines Abarth, auf dem Sattel einer Moto Guzzi oder Vespa oder verdecklos im Cinquecento, der Mann testet alles, war zwei bis vier Räder hat.

Seine Testberichte sind derart genussvoll, daß ich nicht anders konnte, als ihn auf italissimo.at einzuladen. Wer mehr von ihm lesen will, dem sei sein Blog mipiace.at ans Herz gelegt, wo es auch schon einmal um Mode und Genuss im engeren Sinne gehen kann.

Salomons Diario

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Wolfgang Salomon ist Wirt, Koch, Autor und Fotograf in Personalunion. Seit über 10 Jahren bringt er in seiner Osteria in 1020 Wien - der Spezerei - gemeinsam mit seinem Bruder Friaul und Venetien auf den Tisch, verwehrt sich den Moden und widmet sich lieber seinen Gästen.

In der Freizeit ist er keineswegs frei von zeitraubenden Ideen, schreibt Bücher, die auf Bestsellerehren verweisen können, man denke nur an "Venedig abseits der Pfade". Mit seiner Kamera bewaffnet wird er regelmäßig zum Kämpfer gegen das Vergessen, streift auf seinen Touren durch die Lagune von Venedig durch Jahrhunderte und bringt damit eigene Welten zu Tage.

Daher freue ich mich ganz besonders, ihn hier hie und da mit seinen "Zwischenmeldungen" begrüßen zu dürfen. Mehr über in als Wirt finden Sie unter Spezerei.at

Bustine di bacco

Roland Graf im Blog auf italissimo- Bustine del bacco

Bustine di bacco

„Bustine di Minerva" hieß Umberto Ecos langjährige Kolumne und frech strich Roland Graf die Göttin des Herdes und ersetzte sie für die neue „italissimo"-Kolumne durch den Gott des Rausches. 

Der Autor (im Bild von Ch. Barz vor den besagten Bustine abgelichtet) sagt damit gleich auch etwas über sich: Er ist studierter Philosoph und Philologe (daher die Eco-Hommage!), vor allem aber Reisender in Sachen Getränken. 

Stand zu Beginn vor allem die Berichterstattung über Winzer im Mittelpunkt, erweiterte sich der Schwerpunkt seiner Artikel - in „Mixology", „A la Carte", der ÖGZ sowie dem WIENER - auf die Themen Bier und Bars. 

Nachzulesen, neben dem Italien-Blog Ihres Vertrauens, ist das auch alle zwei Tage aktualisiert unter www.trinkprotokoll.at.