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Maddalena del Gobbo - Maddalena and the prince

Autor: Pressemeldung DECCA am 16.08.2019

CD-Vorstellung - Maddalena del Gobbo
MADDALENA AND THE PRINCE



Eine sehr persönlich Note der Künstlerin an Sie:

Sehr verehrtes Publikum,

tauchen Sie mit mir ein in die Welt von Fürst Nikolaus I. Esterházy, genannt der »Prachtliebende« und seiner geliebten Musik. Auch die Erscheinung des Baryton, des Protagonisten dieses Albums, ist prachtvoll: sechs gestrichen (Darm-)Saiten, neun oder mehr Resonanzsaiten (aus Metall), geschnitzte Köpfe, feinste Verzierungen und ein Klang, der edel und anmutig ist. Leopold Mozart nannte das Baryton in seinem Versuch einer gründlichen Violinschule »eines der anmuthigsten Instrumente«. Das ist es meiner Meinung nach wirklich. Dieses Instrument mit den verschiedensten Namen, von Baryton bis zu Viola di bordone, ist ein Exot in der Familie der heute ohnehin schon recht speziellen Viola da gamba. Dennoch hat es seinen Zauber nicht verloren; im Gegenteil, ihm gelingt es auch heute noch, die Zuhörer zu verzaubern.



Maddalena and the Prince: Der Prinz steht also sowohl für den Fürsten (auf Englisch »prince«) Nikolaus Esterházy als auch für das Instrument Baryton – meiner Meinung nach der »Prinz« der Instrumente, der die edelsten und anmutigsten Klängen produzieren kann und allein durch seine Erscheinung die Herzen höher schlagen lässt. Dieses Album steht ganz im Zeichen der Jahre, in denen Fürst Nikolaus I. Esterházy seine Liebe für das wunderbare Instrument Baryton auslebte. Er erlernte das Spiel des Instruments, übte fleißig und gab unzählige Werke in Auftrag, bei denen er selber bei Hausmusikabenden mitspielte.

Der Klang des Barytons war im Schloss allgegenwärtig, sogar Joseph Haydn lernte es zu spielen. Diese große Liebe zum Baryton währte aber nur etwa zehn Jahre, danach verlor der Fürst anscheinend das Interesse und widmete sich anderen Vergnügungen. Was uns aus dieser Zeit bleibt, ist eine große Zahl wunderbarer Musikstücke in verschiedenen Besetzungen und von verschiedenen Komponisten. Allein Joseph Haydn komponierte für das Baryton etwa 200 Kompositionen. Leider sind nicht alle erhalten, aber wir haben das Glück, eine große Zahl von ihnen noch spielen zu können.



Diese Musik und die Besetzung Baryton, Bratsche und Cello, die Sie auf diesem Album bei den Triostücken hören, ist ein wunderbares Beispiel für die Wende vom Barock zur Klassik. Ein barockes Instrument wie das Baryton begegnet einer Bratsche und einem Cello, sozusagen den Vertretern der Klassik und der späteren Romantik. Aber diese Begegnung ist trotzdem so harmonisch, wie sie schwer sein könnte.

Ich wollte Ihnen auch eine außergewöhnliche Sonate von Franz Xaver Hammer, seinerzeit ein Virtuose seines Instruments präsentieren. Da kann man eine ganz andere Facette des Baryton hören. Eine virtuose Komposition, die dem Interpreten sein gesamtes technisches Können abverlangt, aber auch in den letzten beiden Sätzen die erzählerische Fähigkeit einer richtigen Programmmusik.



Das Glück, im Haydnsaal des Schlosses Esterházy aufnehmen zu können, die Stimmung des magischen Ortes beim Spielen zu spüren, war für mich ein unvergessliches Erlebnis, und ich bin wirklich dankbar dafür.

Ich hoffe, dass Sie das Baryton durch diese Aufnahme ein bisschen in seinen Bann ziehen kann!

Website der Künstlerin mit Hörproben:
http://www.maddalenadelgobbo.com

Kaufbar bei:
Im gut sortierten Fachhandel

Fotoquellen & Fotorechte:
Deutsche Grammophon / Universal

Cover Maddalena del Gobbo Maddalena and the prince

 


 

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Christoph Cecerle macht vor keinem fahrbaren Untersatz halt und hält sich dabei ausnahmslos an italienische Fabrikate. Ob im Rennsportsitz eines Abarth, auf dem Sattel einer Moto Guzzi oder Vespa oder verdecklos im Cinquecento, der Mann testet alles, war zwei bis vier Räder hat.

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„Bustine di Minerva" hieß Umberto Ecos langjährige Kolumne und frech strich Roland Graf die Göttin des Herdes und ersetzte sie für die neue „italissimo"-Kolumne durch den Gott des Rausches. 

Der Autor (im Bild von Ch. Barz vor den besagten Bustine abgelichtet) sagt damit gleich auch etwas über sich: Er ist studierter Philosoph und Philologe (daher die Eco-Hommage!), vor allem aber Reisender in Sachen Getränken. 

Stand zu Beginn vor allem die Berichterstattung über Winzer im Mittelpunkt, erweiterte sich der Schwerpunkt seiner Artikel - in „Mixology", „A la Carte", der ÖGZ sowie dem WIENER - auf die Themen Bier und Bars. 

Nachzulesen, neben dem Italien-Blog Ihres Vertrauens, ist das auch alle zwei Tage aktualisiert unter www.trinkprotokoll.at.