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Panettonische Inselfreuden

Autor: Martin Martschnig am 17.12.2017

Diadone bei Donatella in Wien
PANETTONISCHE INSELFREUDEN



Die stetig wachsende Panettone-Schar, die ich in den Feinkostläden Wiens antreffe ist überwiegend norditalienischer Herkunft, viele der hochqualitativen Artigianale-Varianten stammen aus dem Piemont (man denke an den Könglichen bei Buongustaio oder den Paladin-Hefeprinzen bei Barolista) sowie der Lombardei bzw. dem Veneto. 

Es wäre nicht Paolo Cancro, wenn er nicht auch in dieser Hinsicht seinen süditalienischen Wurzeln treu bleiben würde und ein wenig anders gedachte Panettone-Ideen bei Donatella ins vorweihnachtlich geschmückte Verkaufsregal stellt. Für die schmackhaften Natale-Botschafter macht er bei der Kampanien-Regel seiner Einkaufspolitik eine kleine Ausnahme und vertraut den Zuckerbäckern von Diadone in der Provinz Catania auf Sizilien.



Gut gewählt, denn ebendiese sorgen seit Jahren für hohe Qualität mit ausgesuchter sizilianischer Zutat (man denke an die Pistazien aus Brontè, sonnengereifte bzw. -getrocknete Früchte und Trauben), die zu süßen Verführungen à la Crocantino, Torrone Siciliana oder die Cioccolato di Modica veredelt werden.



Doch zurück zum gemeinsam mit meiner Tochter verspeisten Panettone. Wir knüpften uns den Panettone Artigianale Pera e Cocciolato vor. Der erste Unterschied zum gewohnten Genussprodukt aus dem Norden ist die Schokoglasur. Was das fotografische Festhalten der Geschichte nicht gerade leichter macht, der schokoladesüchtige Nachwuchs ist kaum vom Modell fernzuhalten, daher ist schnelles Ablichten des langsam gegangenen Hefeteiges angesagt.



Unweit des Ätna wird mit natürlicher und Bierhefe gearbeitet - dem Teig zumindest 36 Stunden Zeit gegeben, bevor er in Ofen kommt. In unserer Variante fast schon kärntnerisch angehaucht mit Kletzen, sprich Dörrbirnen. Vielleicht sollten wir unseren Reindling auch in diese Richtung weiterdenken ... 



Schon bei den ersten Bissen wird klar, Weihnachtsgefühle sind angesagt. Sehr flaumige Konsistenz, nicht zu trockene Frucht und die schon eingangs erwähnte Glasur mit dunkler Schokolade, die die Süße vorm Kippen bewahrt. Nach dem recht flott vor sich gehenden Verputzen von 50% dieser Panettone-Spezialität sind wir zu 100% überzeugt. Sizilien darf man auch in Sachen weihnachtlicher Hefekuchensuche nicht außer Acht lassen, was J.W. Goethe hat uns ja in seiner Italienischen Reise auf die Insel und deren Bedeutung vorbereitet.



Aufgrund der geografischen Nähe zum heiligen Land darf dies thematisch eigentlich nicht verwundern. Ein Gerücht als Fazit einer sonntäglichen Adventverkostung: Hätten die Kaspar, Balthasar und Melchior von dieser Bäckerei bei Catania gewußt, sie hätten diese Spezialität wohl mit im Gepäck Richtung Betlehem gehabt ...

Kaufbar bei:
Donatella
Margaretenstraße 42
1040 Wien

Übrigens: Feilgeboten werden die guten Stücke in verschiedensten Varianten ...

Schlagworte:
Panettone
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Christoph Cecerle macht vor keinem fahrbaren Untersatz halt und hält sich dabei ausnahmslos an italienische Fabrikate. Ob im Rennsportsitz eines Abarth, auf dem Sattel einer Moto Guzzi oder Vespa oder verdecklos im Cinquecento, der Mann testet alles, war zwei bis vier Räder hat.

Seine Testberichte sind derart genussvoll, daß ich nicht anders konnte, als ihn auf italissimo.at einzuladen. Wer mehr von ihm lesen will, dem sei sein Blog mipiace.at ans Herz gelegt, wo es auch schon einmal um Mode und Genuss im engeren Sinne gehen kann.

Salomons Diario

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Wolfgang Salomon ist Wirt, Koch, Autor und Fotograf in Personalunion. Seit über 10 Jahren bringt er in seiner Osteria in 1020 Wien - der Spezerei - gemeinsam mit seinem Bruder Friaul und Venetien auf den Tisch, verwehrt sich den Moden und widmet sich lieber seinen Gästen.

In der Freizeit ist er keineswegs frei von zeitraubenden Ideen, schreibt Bücher, die auf Bestsellerehren verweisen können, man denke nur an "Venedig abseits der Pfade". Mit seiner Kamera bewaffnet wird er regelmäßig zum Kämpfer gegen das Vergessen, streift auf seinen Touren durch die Lagune von Venedig durch Jahrhunderte und bringt damit eigene Welten zu Tage.

Daher freue ich mich ganz besonders, ihn hier hie und da mit seinen "Zwischenmeldungen" begrüßen zu dürfen. Mehr über in als Wirt finden Sie unter Spezerei.at

Bustine di bacco

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Bustine di bacco

„Bustine di Minerva" hieß Umberto Ecos langjährige Kolumne und frech strich Roland Graf die Göttin des Herdes und ersetzte sie für die neue „italissimo"-Kolumne durch den Gott des Rausches. 

Der Autor (im Bild von Ch. Barz vor den besagten Bustine abgelichtet) sagt damit gleich auch etwas über sich: Er ist studierter Philosoph und Philologe (daher die Eco-Hommage!), vor allem aber Reisender in Sachen Getränken. 

Stand zu Beginn vor allem die Berichterstattung über Winzer im Mittelpunkt, erweiterte sich der Schwerpunkt seiner Artikel - in „Mixology", „A la Carte", der ÖGZ sowie dem WIENER - auf die Themen Bier und Bars. 

Nachzulesen, neben dem Italien-Blog Ihres Vertrauens, ist das auch alle zwei Tage aktualisiert unter www.trinkprotokoll.at.